Das Budget für IT-Sicherheit steht auf dem Prüfstand und das Management stellt die unangenehmste aller Fragen: «Bringen diese Awareness-Trainings eigentlich etwas?» Wer jetzt mit einer tiefen Klickrate oder hohen Abschlussquoten von E-Learning-Modulen argumentiert, liefert keinen Beweis für Sicherheit, sondern lediglich für absolvierte Fleissarbeit. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie den tatsächlichen Wert Ihres Awareness-Programms belegen und welche Metriken das Management wirklich überzeugen.
Warum traditionelle Metriken scheitern
- Sie misst Fehler, keine Verteidigung: Die Klickrate beantwortet nur die Frage: «Wer ist in die Falle getappt?» Was Sie operativ aber wirklich wissen müssen, ist: «Wer erkennt die Bedrohung und meldet sie?»
- Sie ist leicht manipulierbar: Sie können die Klickrate künstlich tief halten, indem Sie simple, unrealistische Phishing-Mails versenden. Das lässt den KPI im Management-Report hervorragend aussehen, verbessert die reale Resilienz Ihres Unternehmens jedoch um exakt null Prozent.
- Angreifer interessieren sich nicht für Ihre Metriken: Echte Cyberkriminelle versenden keine Trainings-Vorlagen. Sie nutzen gefälschte Lieferantenrechnungen, CEO-Fraud oder Multi-Channel-Angriffe via Teams und WhatsApp.
Verhaltensmetriken
1. Die Melderate (Reporting Rate): Vom Opfer zum Sensor
- Höhere Melderate = Frühere Erkennung = Weniger Reaktionszeit für Angreifer = Geringerer finanzieller Schaden.
- Wenn nur eine einzige Person eine Phishing-Mail meldet, kann die IT diese aus allen anderen Postfächern entfernen, bevor ein Kollege überhaupt die Chance hat, darauf zu klicken.
Lösungsansatz: Wie Sie die Metriken aktiv verbessern
- Melden muss einfach sein: Es darf einen offensichtlichen Melde-Button geben. Wenn Nutzer überlegen müssen, ob sie eine E-Mail an den Helpdesk weiterleiten, ein Ticket eröffnen oder die IT anrufen sollen, werden sie die Nachricht stattdessen einfach ignorieren (Miss Rate steigt).
- Belohnen statt bestrafen (Feedback-Loop): Wenn ein Nutzer eine Mail meldet und danach nie wieder etwas hört, stirbt das Verhalten aus. Erhält er hingegen ein sofortiges System-Feedback («Gut gemacht, das war ein Test!» oder «Danke, wir prüfen das!»), festigt sich die Gewohnheit.
- Falschmeldungen normalisieren: Die Angst, falschzuliegen, ist der grösste Feind der Melderate. Kommunizieren Sie klar: Lieber eine legitime Newsletter-Mail zu viel gemeldet, als eine Phishing-Mail zu wenig.
Fazit: Wenn die Belegschaft zum Frühwarnsystem wird
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